|
Reisebericht Kanada - USA 2009 2. September - 13. Oktober
|
||
|
|
Hauptreiseziel ist diesmal West-Kanada, gefolgt von Besuchen in Washington State und ein paar Abschlusstagen in Las Vegas. Hier unsere Erlebnisse, notiert und verfasst von Beat und Marianne. Sie haben die ganze Reise minutiös geplant und einmal mehr dank viel Erfahrung und Wissen erfolgreich durchgeführt. |
|
|
Hier die Übersicht über die Hauptstrecke von und zurück nach Seattle
|
||
|
Die Routenkarte kann mit den Pfeilen oben links wahlweise verschoben, verkleinert oder vergrössert werden. Ansicht als Strassen- oder Geländekarte, sowie als Satellitenbild möglich. Am unteren Rand kann grössere Kartenansicht angeklickt werden, dann auf "Route berechnen" klicken, es erscheint der schriftliche Routenplan mit Grafik. Am besten gleich ausprobieren! |
||
|
|
Mittwoch 2. September 47.5Meilen - 76km In Merlischachen meldet sich der Wecker bereits um 3.00 Uhr, etwas später via Telefon auch in Seewen. Marianne und Beat erscheinen samt Gepäck in Seewen, von wo uns Geri zum Flughafen chauffiert. Hier treffen wir um 6.15 Uhr ein. Wir versuchen sogleich, am Automaten einzuchecken. Aber viel zu früh läuft die programmierte Zeit ab. Wohl oder übel müssen wir den bedienten Schalter aufsuchen. Die nette Dame meint, sie würde NIE als Business-Gast am Automaten einchecken! Um 6.50 Uhr sind wir schliesslich unser Gepäck los. Nach der Sicherheitskontrolle lassen wir es uns in der Lounge gut gehen. Wie geplant starten wir um 9.15 Uhr nach Frankfurt. Auf dem kurzen und ruhigen Flug erhalten wir einen kleinen Snack. Wir können am Fingerdock aussteigen und befinden uns bereits sehr nahe bei unserem Abflug-Gate, und dies erst noch ohne dass wir uns noch einmal durch eine Sicherheitskontrolle begeben müssen. Die ewige Umbauerei zeigt offenbar Wirkung! So reicht es uns sogar noch für einen 30-minütigen Besuch in der Lounge. Die Frauen stärken sich mit einer Kraftbrühe! Pünktlich verlassen wir Europa und auf dem superruhigen Flug werden wir einmal mehr nach Strich und Faden verwöhnt. Nach herrlicher Sicht über die Cascades landen wir “on time“ um 13.00 Uhr in Seattle. Wir stellen uns in die Kolonne bei der Immigration. Eine Stunde später können wir endlich das Gepäck holen. Die Zeit bis dahin verbringen wir mit Anstehen. Offenbar ist kurz vor uns eine Maschine aus China gelandet. Die Zöllner sind richtig beschäftigt! Als wir endlich an die Reihe kommen, erklärt uns der Officer, dass unsere im Flugzeug erhaltenen und von Marianne vorbildlich ausgefüllten grünen Formulare nicht mehr gültig seien. Das heisst für uns: Wir müssen noch einmal neue Karten ausfüllen. Wir können dies zum Glück gleich hinter dem Checkpoint machen und sind nicht sonderlich überrascht, dass neu der Ausgabeort und das Ausgabe- und Ablaufdatum des Passes zusätzlich verlangt wird. Die ungültigen Zettel müssen wir entsorgen. Der Officer meint, er dürfe dies nicht tun. Als wir endlich zum Rollband kommen, wird dieses soeben abgestellt. Wir suchen unsere Koffer zusammen, zum Glück ist noch alles da und wir passieren problemlos die Zollkontrolle. Am National-Schalter versucht die Dame, uns die Roadside-Assistance, ein grösseres Auto und ein GPS aufzuschwatzen. Schlussendlich erhalten wir dann doch unser reserviertes Auto ohne zusätzlichen Schnickschnack. Wir können es sogar auswählen. Es steht noch ein einziger, dunkelroter GM Saturn mit ca. 23000 km in der angegebenen Reihe! Wir schnappen uns diesen und bringen mit Ach und Krach all unser Gepäck rein. Haben wir wirklich diese Kategorie Auto bestellt? Wie gut, dass wir einen Teil des Gepäcks bei Dick deponieren können. Während dem Installieren des Gepäcks fängt Martas Nase an zu bluten, wohl aus Gründen der Lufttrockenheit auf dem langen Flug. Sie ist heilfroh, sich eine knappe Stunde später im Days Inn (reserviert, $ 64.78, AAA) in Federal Way gleich hinlegen zu können. Die andern begeben sich nach dem Zimmerbezug auf Einkaufstrip für die nötigsten Artikel zum mitnehmen auf die Reise. Danach fahren wir zu Dick und Pauline, wo wir nach der herzlichen Begrüssung schon wieder verpflegt werden. Das für die Kanada-Reise nicht benötigte Gepäck dürfen wir in der Zwischenzeit hier deponieren. Wetter: Seattle empfängt uns mit Sonne und warmen Temperaturen |
|
|
Um die Ladezeit der Seite nicht unnötig zu verlängern, sind einzelne Tages-Etappen beim Datum mit Link zur jeweiligen Strecke in Google Maps versehen. Wenn gewünscht, Link mit der rechten Maustaste in separatem Fenster öffnen, so sind Text und Karte mit schriftlichem Routenplan und sehr interessanten Google-Fotos gleichzeitig ersichtlich. Grösse und Ansicht der Karte können ebenfalls nach Wunsch dargestellt werden. | ||
|
Federal Way – 5 – Bellingham – 542 – Lawrence – 9 – Sumas (USA) – Huntington (CAN) – 11 – Mission – 7 – Haig – 1 – Cache Creek – 97 – Williams Lake (BC) 449.8Meilen - 719.7km Obwohl in der Nacht ein Gewitter vorüberzieht, zeigt sich am Morgen das Wetter bereits wieder von seiner schönen Seite. Im Motel geniessen wir ein feines Zmorge mit Waffeln, Müesli und Toast. Um 8.00 Uhr starten wir zu unserer Fahrt gegen Norden. Auf dem Freeway gehts mit dem üblichen stop and go problemlos durch die Stadt Seattle. Der Grenzübertritt nach Kanada in Sumas verläuft reibungslos. Zwar müssen wir unser Auto nach den üblichen Fragen des Zöllners parkieren und im Büro unsere Pässe abstempeln lassen, aber sonst gibts keine Probleme. Auf dem 7er fahren wir gegen Osten bis nach Hope, wo wir im Dairy Queen zu einem kleinen Lunch einkehren. Anschliessend fahren wir durch die eindrückliche Landschaft des Fraser Canyon gegen Norden bis nach Williams Lake. Im Super 8 haben wir unsere Zimmer für $ 96.05 (AAA) reserviert. Ein feines Dinner gibts im Boston Pizza. Wetter: Zuerst noch Sonne, später dann bewölkt und regnerisch | ||
|
Williams Lake – 97 – Prince George – 16 – Smithers 387Meilen - 619.2km Nach einem kleinen Zmorge (Toast, Müesli und Muffin) in einem sehr kleinen Raum (nur 2 Tische!!!) tanken wir neben dem Motel unser Auto auf. Danach gehts zum zweiten und reichhaltigerem Frühstück zum Tim Hortons. Hier können wir uns auch noch mit Bagels und Kaffee für unterwegs eindecken, eh wir uns um 8.45 Uhr auf die Strecke machen. Ohne Umwege, aber mit einigen Zwischenhalten, u.a. in Quesnel fahren wir bis nach Smithers. Beat und Marianne wechseln sich dabei ab. Das kleine Städtchen Smithers erreichen wir um 16.45. Nachdem wir uns die Motels entlang der Hauptstrasse angeschaut haben, fragen wir im Sunshine Inn nach Zimmer und Preisen. Man offeriert uns die Zimmer für $ 139 plus Tax. Wir suchen weiter. Im Mountain View bekämen wir die Bleibe für $ 70 plus Tax. So können wir für je $ 80.50 in schönen, neu renovierten Zimmern übernachten. Marianne, Alois und Beat gehen zum Einkaufen in den Safeway, dann machen wir uns auf zum Nachtessen. Zum Glück gibt es auch hier ein Boston Pizza Restaurant. Jeder bekommt, was er gerne möchte, die Auswahl ist erstaunlich gut und gross, das Essen sehr gut und die Preise bezahlbar. Zurück in den Zimmern wird noch kurz der nächste Tag besprochen und der TV auf seine Tauglichkeit geprüft. Das Wetter heute: Zuerst etwas Sonne, danach bedeckt, aber trocken. Am Abend kurz etwas Regen | ||
|
Samstag, 5. September Smithers – 16 – New Hazelton – Hazelton – New Hazelton – 16 – 37 – Meziadin Jct. – 37A – Stewart (BC) – Hyder (AK) – Salmon Glacier - Stewart 266.8Meilen - 426.9km Um 6.00 Uhr ist schon wieder Tagwache, zum Leidwesen der notorischen Langschläfer(In). Ausgiebiges Breakfast im Tim Hortons, Benzin fassen. Marianne startet um 8.30 Uhr. Bei New Hazelton machen wir einen Abstecher nach Historic Hazelton. Über eine Eisenbrücke gelangen wir in den sehr schön renovierten, idyllisch an einem Fluss gelegenen Ort Hazelton. Leider ist die Strasse auf der anderen Seite Richtung Kitwanga geschlossen. So fahren wir den gleichen Weg wieder zurück. Bei Kitwanga nehmen wir den Bypass. Auf einem Baum sehen wir unseren ersten Adler. Beim Hanna Creek beobachten wir rote Lachse, aber Bären sind nicht in Sicht. Auf dem Weg nach Stewart sehen wir den Bear Glacier sogar ohne Nebel. Um 13.30 Uhr kommen wir beim King Edward Motel (reserviert, $ 134.47) in Stewart an. Nach Zimmerbezug machen wir uns auf den Weg über die Grenze nach Hyder in Alaska! Da das Wetter im Moment noch gut ist, lassen wir den Fish Creek links liegen und fahren auf einer recht gut ausge-bauten Gravelstrasse ca 25km zum Salmon Glacier hoch. Was für eine grandiose Landschaft und herrliche Aussicht!!! Sogar das Wetter spielt mit. Es ist trocken, und die Sonne zeigt sich zwischenden Wolken. Es wird fotografiert, was das Zeug hält. Pech hat allerdings Alois, da seine Filmkamera ein Bedienungsteil verliert, und ohne funktioniert der Apparat nicht mehr. Auf dem Rückweg stoppen wir beim Fish Creek. Für $ 5 Eintritt könnten wir das Glück haben, einen oder mehr Bären zu sichten. Das Publikum ist recht zahlreich und alle harren im Regen aus. Es ist fast mäuschenstill auf dem Steg entlang des Waldes, Gebüsch und Wassers. Nach einiger Zeit tut sich doch tatsächlich was im dichten Grün und ein Grizzli erscheint am Teichrand. Blitzgewitter von allen Seiten und nach einigen Schlucken Wasser trottet der Bär wieder ins Gebüsch zurück und hinterlässt eine Menge beeindruckte Zuschauer. Beat spaziert währenddessen in eine andere Richtung und verpasst den Grizzli-Auftritt prompt. Dafür erfährt er von einem Ranger, dass die Lachs-Saison demnächst zu Ende sei und die Bären sich zurückziehen werden. So haben wir bei einer der letzten Gelegenheiten noch Glück gehabt. Da der Regen stärker wird, fahren wir zum Motel zurück. Im Restaurant nebenan lassen wir beim Nachtessen einen sehr erlebnisreichen Tag ausklingen. Wetter: Zuerst etwas Sonne, dann Wolken, am Abend Regen | ||
|
Stewart – 37A – Meziadin Jct. – 37 – Dease Lake250.0Meilen - 400km Noch vor dem Morgenessen erkunden wir im Internet die Wetterkarten, um uns über allfällige Streckenänderungen in den nächsten Tagen Gedanken machen zu können. Vor wer Abfahrt machen wir einen Spaziergang über den Plankensteg Richtung Hyder. Die morgendliche Stimmung mit dem aufsteigenden und sinkenden Nebel ist sehr eindrücklich. Während ein paar Sekunden drückt sogar die Sonne durch die Nebelschwaden. Wir sehen Gruppen startender Kanadagänse. Um 10.15 Uhr starten wir in Richtung Norden. Bei leichtem Sonnenschein halten wir beim Bear Glacier an und bestaunen diesen eindrücklichen Gletscher von der Strasse aus. An der Kreuzung in Meziadin Jct. legen wir einen kurzen Fotohalt ein. Von der ehemaligen Tankstelle ist nicht mehr viel übrig geblieben. Auf unserem weiteren Weg Richtung gegen Norden werden wir kurz nach Bob Quinn und unmittelbar vor der Eastman Creek Rest Area von zwei schwarzen Gesellen auf der Strasse aufgehalten. Die zwei Schwarzbären können sich nicht für eine Strassenseite entscheiden. Sie spazieren gemütlich hin und her, immer auf der Suche nach den besten Pflanzen zum Fressen. Als sie von unserer Anwesenheit genug haben, verschwinden sie in die Büsche. Auf dem Weg zu unserem heutigen Tagesziel in Dease Lake (ca. 700 Einwohner) müssen wir auch noch ein kurzes Stück Gravel befahren. Im Bereich des Stikine Canyon ist dies eines der letzten ungeteerten Teilstücke des Stewart-Cassiar Hwy (totale Länge 725 km). Insgesamt sind mittlerweile über 85 Prozent der Strecke geteert. Bei leichtem Regen kommen wir um 16.20 Uhr im Northway Motor Inn (reserviert, $ 107.35) in Dease Lake an. Bei Regen gehts zu Fuss über den Parkplatz ins einzige Restaurant im Dorf zum Znacht. Wetter: Zu Beginn neblig mit kurzen sonnigen Phasen, später Regen |
||
|
|
Dease Lake – 37 – 1 – Teslin (YT)297Meilen - 475.2km Um 8.00 Uhr beabsichtigen wir das Frühstück im Restaurant neben dem Motel einzunehmen. Doch heute ist Labour Day, und die Beiz ist geschlossen. So halten wir uns mit Kaffee und Cappuccino über Wasser und starten um 8.50 Uhr bei strömendem Regen. Zum Teil ist die Strasse nach wie vor noch Gravel. Als wir den Alaska Hwy erreichen, gehts gegen Nordwesten weiter. In der Northern Beaver Lodge legen wir einen kurzen Halt ein. Im Souvenirshop und Restaurant welchseln ein paar Dollars die Besitzer.Mit Proviant eingedeckt geht die Fahrt weiter westwärts. Kurz vor Teslin hellt es etwas auf. So können wir die längste Brücke am Alaska Hwy bei Sonnenschein aus Distanz bestaunen und anschliessend befahren. Um 15.15 Uhr checken wir im Yukon Motel (reserviert, $ 110) ein. Zu Fuss erkunden wir die nähere Umgebung. Im Restaurant beim Motel besänftigen wir endlich unsere Mägen, Beat und Marianne bestellen und geniessen das einheimische Gericht Perogies (Teigtaschen mit Kartoffeln und Käse gefüllt) mit Caribou Sausages. Ein unangenehmes, störendes Geräusch veranlasst Marianne zur Reklamation, was vom Chef persönlich mit Erfolg in Ordnung gebracht wird. Den guten Wifi-Empfang nutzen wir ausgiebig für div. Telefonate, nach Hause und zwecks weiteren Motel- und Hotel-Reservationen. Wetter: Ganzer Tag mehr oder weniger starker Regen. Teslin empfängt uns mit trockenem Wetter und Regenbogen |
|
|
|
Teslin – 1 – Whitehorse – 1 – 2 – Carmacks 224.4Meilen - 359km Abfahrt ist um halb neun. Nach verschiedenen Fotostopps ereichen wir um ca. 11.15 Uhr Whitehorse. Wir parkieren beim Visitor Center und machen uns zu Fuss auf Erkundung. Wir finden das etwas ungewöhnliche Post-Office und ergeben uns dann dem Lunch im Klondike Rib & Salmon Barbecue Restaurant. Wir sind einmal mehr vom originellen Interieur und auch vom ausgezeichneten Essen be-geistert! Dem Fluss entlang spazieren wir zurück zum Visitor Center. Dabei schauen wir uns im Bahnhofgebäude eine interessante Dokumentation über das Iditarod Schlittenhunderennen, das hier jeweils startet, an. Im Visitor Center decken wir uns noch mit verschiedenen Infos ein. Nachmittags fahren wir weiter Richtung Norden bis nach Carmacks (ca. 400 Einwohner). Um 17.00 Uhr parken wir vor dem Hotel Carmacks (reserviert, $ 124.95). Nach dem Zimmerbezug bleibt noch Zeit für einen kurzen Spaziergang am Flussufer. Zum Znacht gehen wir ins Restaurant (einfach, aber gut) gegenüber.
Wetter: Zuerst bedeckt, danach sonnig, aber relativ kühl |
|
|
Mittwoch, 9. September
Carmacks – 2 – Dawson City 233.7Meilen - 373km
Um 8.00 Uhr gehts zu einem ausgiebigen Zmorge ins Beizli gegenüber. Beim
General Store füllen wir unseren Benzintank auf und die Frauen frieren
beim Scheiben wischen beinahe die Finger ab.
Um 9.10 Uhr starten wir zu unserer Fahrt gegen Norden. Bei der Moose Creek
Lodge legen wir einen Halt ein und werden gleich von einem sehr
zutraulichen Hund begrüsst. Wir bestaunen das berühmte Baumtelefon. Als
wir die Lodge für einen Kaffee betreten, werden wir von der Frau des
Hauses auf Berndeutsch begrüsst!! Zum Kaffee kaufen wir gleich noch etwas
Zwischenverpflegung und Souvenirs.
Weiter gehts nach Dawson City, wo wir bereits um halb drei eintreffen. Wir
beziehen die Zimmer im Bonanza Gold Motel. Später brechen wir auf
und begeben uns ins Städtchen zu einem Rundgang. Zum Nachtessen gehts ins
Klondike Kate's Restaurant.
Wetter: Zuerst schön, danach bedeckt und ein paar Tropfen, kühl | ||
|
Dawson City – 2 – 5 – Eagle Plains – 5 – Polarkreis – 5 – Grenze Yukon – Northwest Territories – 5 – Eagle Plains 373Meilen - 596.8km Um 5.00 Uhr jagt uns der Wecker aus den Federn. Im Restaurant neben dem Motel sind erst zwei, drei Arbeiter am frühstücken, wir als Touristen scheinen irgendwie nicht da reinzupassen. Nichtsdestotrotz gibts in diesem rustikalen Beizchen ein ausgezeichnetes Zmorge. Der “Coffee to go“ für Alois und Beat ist sogar gratis!!! Um 6.50 Uhr starten wir unsere Reise. Nachdem ein Fuchs unseren Weg gekreuzt hat, verlassen wir den Klondike Hwy und fahren auf dem Dempster Hwy gegen Norden. Mit dem Bau dieser Schotterstrasse wurde 1958 begonnen, um eine Strassenverbindung zu den reichen Ölvorkommen am Beaufortsee zu erhalten. 1979 war der Bau beendet. Die Strasse endet nach 736 km in Inuvik (ca. 3500 Einwohner) in den Northwest Territories. Die an sich gut gepflegte Naturstrasse ist ab Dawson vom Regen in der Nacht noch immer nass, und dies ändert sich auch nicht so schnell. Das Wetter wird sogar noch schlechter, denn es beginnt nun wieder zu regnen. Entsprechend “schön“ sieht bald einmal unser Auto aus! Nach ca. 80 km bessert sich das Wetter etwas. Die Sonne durchbricht zeitweise die Wolken. Als die Strecke ca. 60 km vor Eagle Plains ansteigt, geraten wir in dichten Nebel. Die Fahrt kommt einem ungemütlichen Blindflug gleich mit zum Teil nur noch 1 bis 2 Meter Sichtweite. Nach beinahe endlosen Kilometern haben wir auch dies geschafft, und wir sind aus dem Nebel raus. Um 13.45 Uhr erreichen wir die Service Station Eagle Plains (32 Motel-zimmer, Restaurant, Campground, Tankstelle, Garage etc). Wir befinden uns hier ziemlich genau auf halbem Weg zwischen Dawson City und Inuvik. Marianne und Alois checken umgehend im Hotel ein, Beat und Marta widmen sich dem fast nicht mehr erkennbaren Auto. Benzin fassen und die wichtigsten Stellen vom dichten Dreck befreien ist angesagt. Unterdessen hat sich das Wetter gebessert und wir fahren weiter. Die obligaten Fotos beim Arctic Circle können wir sogar bei Sonnenschein machen. Eine Deutsche erzählt uns da, dass sie an der Grenze zu den Northwest Territories einen Grizzly gesehen hätten. “Schön für sie“, denken wir und machen uns auf die Weiterfahrt. In der Ferne erspähen wir denn immerhin 6 Caribous! Unsere Fahrt geht bis zur Grenze Yukon-Northwest Territories. Ein starker Wind pfeift uns auf diesem Pass um die Ohren und sorgt dafür, dass wir trotz Sonnenschein nicht ins Schwitzen geraten. An den verschiedenen Tafeln informieren wir uns über die Gegend und bestaunen die grossartige Landschaft. Danach treten wir unseren Rückweg an. Kurz nach der Passhöhe wieder ein Fotohalt, Marianne entfernt sich von uns für weitere Landschaftsaufnahmen und sieht sich plötzlich einem echten Grizzly gegenüber. Der Sicherheitsabstand ist zwar ziemlich gross, doch ist sie dann heilfroh, dass wir auf ihr Winken reagieren und sie ins Auto nehmen können. Den Grizzly beeindruckt diese ganze Aktion nicht im Geringsten, so dass wir uns mit dem Auto bis auf 10 - 15 Meter nähern können, natürlich allzeit abfahrbereit. Immer wieder schaut er um sich und streckt den Kopf witternd in die Höhe. Er lässt sich jedoch von unserer Anwesenheit, dem knipsen und filmen nicht stören und frisst ruhig weiter. Er setzt sich sogar hin und betreibt Körperpflege. Nach einiger Zeit verzieht er sich und wir verlieren ihn bald aus den Augen. Beim Arctic Circle legen wir nochmals einen Halt ein, etwas später nehmen wir die letzten 35 km des heutigen Tages unter die Räder. Um 17.50 Uhr parken wir in Eagle Plains. Bei einem einfachen, aber sehr feinen Nachtessen inkl. Dessert (im Menü inbegriffen!), lassen wir diesen ereignisreichen Tag ausklingen. Wetter: Bedeckt, Regen, danach immer sonniger und schön. Wegen stetigem Wind relativ kühl, ca. 13 bis 14 Grad |
||
|
Eagle Plains – 5 – 2 – Dawson City272.4Meilen - 435.8km Um 7.45 Uhr sitzen wir bei einem grossen, feinen Zmorge. Draussen regnet es leicht. Gemäss Aussage der Dame vom Motel regnet es auch in Dawson City. Das sind vielleicht Aussichten für die Rückfahrt!?! Diese bleibt denn auch verregnet bis ca. 50 km vor Dawson City. Bevor wir da ins Städtchen fahren, tanken wir unser Auto auf und schenken ihm beim Bonanza Gold Motel eine Dusche! Im Klondike Kate's Cabin beziehen wir gegen 17 Uhr unsere reservierten Zimmer. Danach fahren wir zum Midnight Dome hoch. Bei Sonnenschein liegen uns die Stadt, die Flüsse Yukon und Klondike sowie die Goldfelder zu Füssen. Wir ergeben uns den wohltuenden Eindrücken und testen die Kameras wieder mal auf "Selbstauslösesr". Es geht wieder den Berg runter zu einem sehr feinen Znacht ins Klondike Kate's Cafe, mit anschliessendem Spaziergang dem Yukon River entlang. Wetter: Regen und relativ kühl. Die Temperaturanzeige im Auto fällt bis auf 3 Grad hinunter. Auf den letzten ca. 80 km bessert sich das Wetter, und die Sonne zeigt sich sogar. Fazit Dempster: Die Herbstfarben sind am Abklingen. Trotz des nicht gerade super Wetters hat sich die Fahrt gelohnt. Der Nebel und die tief hängenden Wolken ergaben eine spezielle Atmosphäre. |
||
|
|
Samstag, 12. September
Dawson City 192.1Meilen - 307.4km Um 8.00 Uhr gehen wir zum Zmorge ins Klondike Kate's Cafe. Nach einem wohlschmeckenden Frühstück und dem gratis “Coffee to go“ verlassen wir um 9.30 Uhr Dawson City Richtung Alaska. Mit der Fähre gehts über den Yukon River. Beim ersten Lookout auf der linken Seite schauen wir nochmals zurück auf die alte Goldgräberstadt. Auf unserer weiteren Fahrt sind wir beinahe sprachlos, die grandiose Landschaft zieht uns in ihren Bann. Die letzten 105km auf Yukon bis zur Grenze zu Alaska werden "Top of the world Highway" genannt. (Ins Panoramabild klicken) Der Grenzübertritt nach Alaska erfolgt ohne Probleme. In Chicken „Downtown“ (17 Einwohner, Ende des 19. Jahrhunderte mit dem Namen Ptarmigan „Schneehuhn“ gegründet, wegen besserer Aussprache bald einmal auf Chicken umbenannt) schauen wir uns im Souvenir Shop um und posten danach im Restaurant die berühmten, superfeinen Brownies. Natürlich darf auch ein „Coffee to go“ nicht fehlen. Nach einer eindrücklichen Fahrt erreichen wir schon vor 16 Uhr (Alaska Time = minus 1 Std.) unser Nachtlager im reservierten Youngs Motel ($ 94) in Tok. Nach dem Zimmerbezug besuchen wir das sehr interessante und informative Visitor Center. Es werden noch Souvenirs und Getränke eingekauft. Wir planen für morgen eine kleine Rundfahrt in Alaska. Zum Znacht gehen wir ins Eddy's Fast Restaurant beim Motel. Die Portionen sind gross, und es mundet uns. Wetter: Vorwiegend schön und warm |
|
|
Tok – 2 – Delta Jct.– 4 – Gakona Jct. – 1 – 2 – Tok 370.3Meilen - 592.5km Nach einem sättigenden Frühstück im Fast Eddy's fahren wir los. Zuerst führt uns die Strasse praktisch immer geradeaus bis nach Delta Jct. Hier steht beim Ortseingang das “Denkmal“ End of Alaska Hwy, Mile 1422. Südwärts wirds hügeliger, und die Alaska Pipeline ist immer wieder (manchmal ganz nah) zu sehen. Es wird allmählich dunkler, und plötzlich geraten wir in starken Regen. Dieser dauert nur kurz und macht bald wieder der Sonne Platz. Zügig gehts danach gegen Nordosten bis nach Tok. Um 17.25 Uhr erreichen wir unser Motel. Zum Znacht gehts auch heute wieder ins Fast Eddy's. Wetter: Schön – Regen – schön |
||
|
Tok – 2 – 1 – Destruction Bay (YT) 232.8Meilen - 372.5km Fürs Frühstück bietet sich natürlich Fast Eddy's Restaurant an. Dann organisieren wir Nachschub für Benzin, Zwischenverpflegung und Souvenirs. Start in Richtung Süden vor 10 Uhr. Wir erleben bei Sonnenschein eine wunderschöne Fahrt durch eine grossartige Landschaft nach Destruction Bay. Unterwegs verweilen wir beim Visitor Center des Nisutlin NWR. Die Landschaft ist einzigartig und Marianne gelingt es sogar, einen Bald Eagle beim Abflug aus einer Baumkrone zu fotografieren. Um 17.15 Uhr erreichen wir das reservierte Motel Talbot Arm ($ 98) in Destruction Bay (ca. 55 Einwohner). Nach einem feinen Znacht (Special: honey-garlic glaced Chicken Breast) machen wir einen kurzen Spaziergang dem Kluane Lake entlang. Wetter: Schön und angenehm warm |
||
|
Destruction Bay – 1 – Whitehorse 167.4Meilen - 267.8km Überraschung am Morgen: Die Autoscheiben sind gefroren! Im Restaurant beim Motel starten wir mit dem Frühstück in den Tag. Weiter geht es heute Richtung Süden. Kurz vor dem Sheep Mountain geraten wir in eine Baustelle. Vor uns steht ein Wohnmobil mit angehängtem PW und Wisconsin-Nummer. Dessen Fahrer kommt zu uns, um etwas zu plaudern. Er sei ein ausgewanderter Norweger und sei schon ca. 30 Mal hier im Norden gewesen. Nun werde es ihm zu kalt, und er fahre jetzt gegen Süden. Die Benzin- resp. Dieselpreise seien sehr hoch. Er tanke daher das Wohnmobil mit ¼ Altöl und ¾ Diesel. Jetzt wissen wir, warum die Kiste derart stinkt!! Am Sheep Mountain Lookout können wir relativ viele Dall Sheeps sehen. Sie sind am besten mit dem Fernrohr oder dem Feldstecher zu beobachten. Auf der Weiterfahrt sehen wir am linken Strassenrand einen dunklen Grizzly. Leider steigt vor uns ein Autofahrer aus dem Auto aus. Der Grizzly steht kurz auf und verschwindet dann gleich! Auf der Fahrt nach Haines Junction staunen wir immer wieder über die schneebedeckten Berge, welchen wir entlangfahren. Es kommt uns vor, als befänden wir uns inmitten einer gigantischen Filmkulisse. Nach einem kurzen Halt beim Visitor Center in Haines Junction geht's weiter nach Whitehorse (Provinzhauptstadt, ca. 20000 Einwohner, ca. ¾ der Bevölkerung des ganzen Yukon) ins reservierte Best Value Inn ($ 119.70, 15 Prozent mit Clubkarte, Zimmer-Upgrade im 2. Stock mit Riverview). Wetter: Schön! |
||
|
Whitehorse – 1 – Watson Lake 279.2Meilen - 446.7km Heute gibts wieder einmal ein Zmorge im Tim Hortons. Diese Restaurant-Kette hat's uns angetan. Angenehmes frühstücken, gute Auswahl und Gelegenheit, sich für den Tag noch einzudecken. Wir verlassen Whitehorse. Irgendwo entdecken wir von Weitem einen Bären. Da ausgerechnet ein Truck daher gefahren kommt, verschwindet er wieder aus unserm Blickfeld, so wird wieder nichts aus dem ersehnten Highlight. Da es immer wieder regnet, fahren wir zügig bis nach Teslin. Im Store erstehen wir noch ein paar Kleinigkeiten und nehmen dann den Schlussteil der heutigen Etappe unter die Räder. Am Ortseingang von Watson Lake schauen wir uns das super eingerichtete und sehr informative Visitor Center an. Auf einem Video und mit vielen Ausstellungsgegenständen wird der Bau des Alaska Highway erläutert. Draussen spazieren wir durch den berühmten Schilderwald. Um 17.00 Uhr erreichen wir das reservierte Big Horn Motel ($ 111.30). Das schöne Zimmer befindet sich jedoch gleich neben dem Boiler!?!. Die Zimmer 106 und 108 sind daher nicht zu empfehlen! Zum Znacht gehen wir, auf Empfehlung der Schweizerin von der Rezeption, ins Jay Bee's Cafe. Die Auswahl an Restaurants ist sehr beschränkt. Das Essen ist recht, aber leider nur lauwarm. Wetter: Bewölkt, immer wieder Regen, kühler Wind. |
||
|
Watson Lake – 1 – Contact Creek (BC) – 97 – Fort Nelson 324.3Meilen - 518.9km Zum Zmorge gehen wir nochmals (auch aus Mangel an Alternativen) ins Jay Bee's Cafe. Die Bedienung will uns $ 7 zu viel verrechnen. Aber nicht mit Marianne! Sie hat den Trick (die Getränke hat die Bedienung seperat berechnet, obwohl sie im Special inbegriffen sind) durchschaut und reklamiert erfolgreich! Die Bedienung hält eine Entschuldigung nicht für nötig! Wir werden bei unserem nächsten Besuch in der Gegend dieses Restaurant trotz allfälligen Empfehlungen wohl meiden!! Um 8.30 Uhr starten wir zu unserer Fahrt nach Süden. Die letzten Nebelschwaden verschwinden bald einmal, und es wird ein wunderschöner Tag. Wir sehen Mountain Sheeps, Caribous und Bisons. Aber auch die Landschaft ist super! Unterwegs überqueren wir die Grenze nach British Columbia. Vor 17 Uhr fahren wir im reservierten Motel Ramada ($ 100.69, AAA) in Fort Nelson (ca. 4500 Einwohner) vor. Alois und Marta erhalten eine Suite im obersten Stock! Zum Znacht gehen wir in den Boston Pizza, immer wieder eine gute Variante. Bisher haben wir diese Art Restaurant nur Kanada gesehen. Wetter: Zuerst etwas Nebel, danach schön |
||
|
Freitag, 18. September Fort Nelson – 97 – old 97 – 97 - Dawson Creek (Mile 0 Alaska Hwy) 293.4Meilen - 469.4km Heute ist wieder einmal Ausschlafen angesagt. Wir frühstücken im Motel, u.a. gibt es auch Müesli. Wie schon oft, erhalten wir nach dem Auftanken unsere "Coffees to go" gratis! Um halb zehn starten wir südwärts. Unser Ziel ist Dawson Creek, die Aussichten während der Fahrt sind nicht mehr ganz so vielfältig. Kurz vor der Stadt biegen wir auf den Old 97 ab. Abseits vom Verkehr gelangen wir zu einer alten Holzbrücke. Sie wurde 1942/43 gebaut und überquert in einer Kurve auf einer Länge von 162 Metern den Fluss Kiskatinaw in 30 Metern Höhe. Der Bau dieser Brücke erforderte die ganze Kunst der Baumannschaften. Später wurde die Stelle wegen des zunehmenden Verkehrsaufkommens umfahren. Danach fahren wir mitten in die Stadt Dawson Creek (10700 Einwohner). Der Marker 0 des Alaska Highways muss natürlich fotografiert werden. somit haben wir die ganze Strecke von Delta Junction in Alaska bis hierhin, 1422 Meilen (2288 km), abgefahren. Die Strasse wurde während des 2. Weltkrieges vom 9. März bis 25. Oktober 1942 gebaut. Ziel war ein besserer Schutz des amerikanischen Alaska vor den japanischen Gegnern. Um 17.00 Uhr erreichen wir das reservierte Days Inn ($ 124.85). Als wir in diesem sehr schönen Motel die Zimmer beziehen, staunen wir nicht schlecht über die Überraschung. Auf dem Bett sitzt ein aus einem Frotteetuch gebastelter Elefant! Marianne freut sich über die 4 Kissen pro Bett!!! Zum Znacht gehen wir auch heute in den Boston Pizza!! Wetter: Zuerst schön, danach bewölkt. Leichter Wind |
||
|
Dawson Creek – 97 – Prince George 264Meilen - 422.4km Nach einem sehr guten Zmorge im Motel mit Müesli, Toast, Waffeln, Kaffee, Jus und Tee besuchen wir am Morgen den hiesigen Bauernmarkt und schauen uns das bunte Treiben an. Beim Tim Hortons müssen noch Bagels und Tranksame für unterwegs eingekauft werden, dann steht dem Start ins heutige Abenteuer nichts mehr im Weg. Wir kommen bei Chetwynd vorbei und betrachten hier die zahlreichen mit Motorsägen hergestellten Holzskulpturen. Das Städtchen mit ca. 3100 Einwohnern wird auch Hauptstadt der Motorsägen genannt. Es folgt die Weiterfahrt durch eine nicht allzu abwechslungsreiche Gegend nach Prince George. Bereits um halb vier kommen wir im Grama's Inn ($ 85.88) in Prince George (ca. 72000 Einwohner) an. Wir relaxen etwas in den angenehmen Zimmern und nutzen ausgiebig das Internet. Danach machen wir uns zu einer Stadtrundfahrt auf. Es dauert dann aber auch nicht allzu lange, bis wir die Sehenswürdigkeiten gesehen haben. Wir beschliessen, das Dinner im Dennys einzunehmen. Das haben andere aber auch vor, das Personal ist mit den Reisegruppen restlos überfordert. Eine geschlagene Stunde dauert es, bis wir zu unsern Menus kommen. Aber was solls, wir haben ja Ferien, und ausserdem hat Marianne Geburtstag. Dies heisst, unser günstigstes Essen ist heute gratis. Es bleibt uns also genügend Zeit, den Betrieb und die Gäste zu beobachten. Marianne wird dann tatsächlich Zeuge, wie ein Gast beim vorbei laufen das auf einem Nebentisch liegende Trinkgeld klaut. Doch mit Marianne hat er nicht gerechnet, er erschrickt nicht wenig über ihr lautes "Hey" und legt die bereits von ihm in der Hand zerdrückte Note zurück ...! Aber, aber .. .. Wetter: Zuerst leicht bewölkt, später etwas Sonne |
||
|
Sonntag, 20. September Prince George – 16 – grau – Dunster – Gravel – Croydon Sta. – Gravel – Tête Jaune Cache – 5 – 16 – Robson Prov. Park – 16 – 5 – Valemount 251.5Meilen - 402.4km Wir nutzen das schöne Zimmer, um am Morgen etwas zu internetlen und Tagebuch zu schreiben. Fürs Frühstück kommt uns Tim Hortons gerade recht. Um 9.20 Uhr fahren wir gegen Südosten los. In McBride legen wir einen WC-Halt ein und schauen uns das im Bahnhof sehr schön eingerichtete Visitor Center an. In diesem schönen, kleinen Ort (ca. 750 Einwohner) hat es zahlreiche Hiking Trails, und auch Motels sind vorhanden. Weiter gehts gegen Süden. Wir zweigen auf die Strasse nach Dunster ab. Eine alte Holzbrücke führt uns über den Fraser River, und danach gehts durch das kleine, abgelegene Dörfchen Dunster. Kurz nach der Ortschaft wird die Teer- zu einer Schotterstrasse. später nur noch zu einem "Weg". Zuerst geht's durch Wald, danach haben wir eine schöne Aussicht auf das Tal des Fraser River. Auf dieser verkehrsarmen Strasse sehen wir sogar ein Ptarmigan. Dieser letzte Teil bis Tête Jaune Cache konnte auf der Routenkarte nicht eingezeichnet werden, da eine Verbindung bei Google schlicht nicht existiert. Jedenfalls erreichen wir das Ende des Flusses und sehen schon von weitem die Hauptstrasse. Bevor wir sie jedoch erreichen, müssen wir die Zufahrt etwas erahnen. Auf “gut Glück“ erwischen wir doch noch den richtigen Abzweiger. Nun müssen wir uns nur noch für Nord oder Süd entscheiden. Die Kugel rollt auf Nord. Wir haben richtig gepokert. (Gruss an die Dame der Vermietung, die uns unbedingt ein GPS aufschwatzen wollte!) Via Terry Fox Prov. Park gelangen wir zum Mt. Robson Prov. Park. Beim Besuch des Visitor Centers versuchen wir, den Mt. Robson (mit 3954 m ü. M. höchster Berg der kanadischen Rockies) mit möglichst wenig Wolken zu fotografieren, erfolglos. Dieser imposante Berg versteckt sich immer wieder hinter irgendwelchen Nebelschwaden. Weder im Visitor Center in McBride noch in jenem hier erhalten wir Auskunft über die Eintrittsgebühren in die Nationalpärke! Danach fahren wir den Berg hoch bis zum Moose Lake. Hier kehren wir um und fahren nach Valemount (ca. 1388 Einw.). Um 16.45 Uhr beziehen wir unsere Zimmer im reservierten Super 8 ($ 103.49, AAA). Weil wir den ganzen Tag praktisch nur gesessen sind, tut uns ein Fussmarsch durch das Dorf zum Caribou Grill Restaurant gut. In diesem wunderschönen Blockhaus mit sehr origineller Einrichtung geniessen wir ein ausgezeichnetes Nachtessen. Wetter: Zuerst bewölkt, am Nachmittag und Abend etwas Sonne |
||
|
Montag, 21. September Valemount – 5 – 16 – Jasper (AB) – Maligne Canyon – Jasper – 93 – 93A – 93 – Lake Louise – 1 – Golden (BC) 288.8Meilen - 462.1km Nach einem kleinen Zmorge im Motel fahren wir um 8.40 Uhr los. Zügig gehts gegen Norden durch den Robson Prov. Park zum Mt. Robson. Der Berg ist heute total vom Nebel verdeckt, also nochmals keine Chance auf ein Foto "oben ohne". So gehts weiter Richtung Jasper. Am Moose Lake sehen wir mehrere Kanadagänse. Kurz danach passieren wir die Zeitgrenze von der PT zu MT, also heisst es die Uhren eine Stunde vorwärts stellen. Am Parkeingang zum Jasper N.P. empfiehlt uns ein sehr freundlicher Ranger einen 2-Tages-Gruppen-Pass, der bis Mittwoch Nachmittag um 16.00 Uhr gültig ist. Nach einem kurzen Stopp in Jasper fahren wir zum Maligne Canyon. Über die Umfahrungsstrasse von Jasper gelangen wir zur Kreuzung mit der alten Strasse. Kurz bevor wir diese erreichen, sehen wir zwischen Strasse und Waldrand vier Hirschkühe. Sofort beginnt der Verkehr zu stocken. Ein paar Augenblicke später sehen wir im Wald auch noch einen Bock. Die Tiere überqueren die Strasse und es gelingen tatsächlich ein paar gute Fotos. Wegen einer Sperrung müssen wir auf den 93er und später auf den 93A ausweichen. Auf diesem Streckenabschnitt schauen wir uns die sehr schönen Athabasca Falls an. Kurz vor dem Columbia Icefield zwingt uns eine Baustelle zu einem halbstündigen Stopp. Beim Icefield halten wir kurz an und sind erstaunt darüber, wie stark sich der Gletscher in den letzten Jahren zurückgezogen hat. Zwischen Icefield und Bow Summit spazieren am Strassenrand vier Sheeps. Ein paar Augenblicke später gesellen sich zwei weitere dazu. Die Fotoapparate haben Dauereinsatz. Beat erwischt dabei ein Junges mit Grashalmen im Mund. Das Bild macht jeder Postkarte Konkurrenz. Der Rest der Herde läuft weiter vorne von der Strasse weg zu einer Wasserstelle. Ein paar Kilometer später steht ein parkiertes Auto, der Fahrer beobachtet eine Felswand. Das müssen wir auch gesehen haben und nehmen Feldstecher und Tele-Objektiv zu Hilfe. Hoch oben in der steilen Wand entdecken wir ein paar Mountain Goats. Marianne will auch noch einen grösseren weissen Stein gesehen haben, aber nur so lange, bis er aufsteht und sich ebenfalls als Berggeiss zu erkennen gibt. Solche Episoden lassen die Zeit unglaublich schnell verstreichen und wir müssen uns etwas sputen, um unser Nachtlager nicht zu spät zu erreichen. Es fällt auch noch die Zeitverschiebung ins Gewicht und so wird es 18.30 Uhr bis wir Golden (ca. 4500 Einw.) erreichen. Als Erstes tun wir unsern Mägen etwas Gutes im Timber Mill Restaurant. Marianne und Beat haben dieses noch in guter Erinnerung und wir werden auch diesmal nicht enttäuscht. Anschliessend schalten wir noch eine ungeplante "Stadtrundfahrt" ein, bis wir das gebuchte Motel Travelodge ($ 184.23 für zwei Nächte, AAA) finden. (Wie war jetzt das mit dem GPS? Die Dame hatte wohl keine Ahnung von Hunzikers Orientierungssinn!) Wetter: In Valemount und anschliessend durch den Mt. Robson Prov. Park bestimmte der Nebel die Szenerie. Später lachte uns die Sonne entgegen. Kurz: ein “Prachttag“ in einer fantastischen Landschaft! |
||
|
Dienstag, 22. September Golden – 1 – Emerald Lake – 1 – Takakkaw Falls (Yoho N. P.) – 1 – Lake Louise – Bow Pass (Jasper N. P.) – Peyto Lake Viewpoint – Bow Pass – 93 – Lake Louise Lake – Moraine Lake (Banff N. P.) – Lake Louise – 1A – Castle Jct. – 93 – Radium Hot Springs (Kootenay N. P.) – 95 – Golden 304.9Meilen - 487.8km Nach einem bescheidenen Vor-Frühstück im Motel leisten wir uns ein ergiebiges Breakfast im Tim Hortons. Gestärkt und mit Verpflegung für den ganzen Tag ausgerüstet machen wir uns auf den Weg. Nach einer grossen Baustelle (die Strasse wird auf vier Spuren ausgebaut!!!) steuern wir zuerst die Natural Bridge an. Danach gehts zum wunderschönen Emerald Lake. Was für ein See, wie sich alles darin spiegelt! Hier hat es auch zahlreiche Hiking Trails! (Hat jemand schon wieder einen Grund gefunden für einen nächsten Besuch in dieser Gegend?) Als Nächstes stehen die sehr beeindruckenden Takakkaw Falls an, wir erreichen sie nach einem kurzen Spaziergang. Wie müssen diese wohl erst im Frühling während der Schneeschmelze aussehen?? Zurück auf dem 1er biegen wir vor Lake Louise gegen Norden ab und fahren zum Bow Summit hoch. Wir machen einen ca. 10-minütigen Spaziergang zum Peyto Lake Viewpoint. Auch dieser zieht viel Publikum an, die Aussicht ist jeden Aufwand Wert. Auf der Rückfahrt nach Lake Louise wird auch wieder eifrig fotografiert. Von hier fahren wir den Berg hoch und steuern zuerst den Moraine Lake an. Danach gehts auch noch zum Lake Louise See mit dem riesigen, schlossähnlichen Hotel an dessen Ufer. Wir sind von der schönen Landschaft sehr beeindruckt, die wiederum jede Menge Leute anzieht. Zurück im Tal biegen wir auf die alte Strasse 1 ab und fahren durch ein Waldgebiet mit einer wunderschönen Aussicht auf die Felsformation, Castle Mountain (2766 m) genannt, Richtung Süden. Bei Castle Junction biegen wir Richtung Kootenay N.P. ab. In Radium Hot Springs staunen wir über die schönen Hotels und die heissen Quellen. Hier biegen wir gegen Norden ab. Durch eine sehr schöne Landschaft gehts zurück nach Golden. Unterwegs sehen wir einen Güterzug mit ca. 130 Wagen (ausser dem Fahrer haben alle mitgezählt) und Zwischenlok! Im Motel erfrischen wir uns und brechen auf zum Dinner ins Legendz Restaurant. Die Atmosphäre und die Portionen sind ganz speziell. Marianne erkundigt sich bei der Bedienung, wie viel der speziell erwähnte „Cadillac“-Burger koste. Da sie der Meinung ist, für 15 Dollar dürfte es wohl einen gar grossen Burger geben, entscheidet sie sich nur für den “Big Daddy“-Burger. Beat sticht der Hafer, und er bestellt einen “Cadillac“-Burger sowie zur Vorspeise eine Seafood Chowder (Marianne hilft ihm bei der Suppe). Die Bedienung nimmt die Bestellung mit einem Grinsen auf. Wir alle staunen nicht schlecht, als die Bedienung Beat seinen “Cadillac“ bringt. Das Riesending schreit geradezu nach einer Foto!! Die Bedienung erkundigt sich mindestens 2 Mal bei Beat, wie der Burger sei und ob er damit zurechtkomme!! Für hungrige Leute, welche tagsüber nicht viel gegessen haben, ist dem Burger schon beizukommen. Wetter: Sonne pur!! Zuerst etwas kühl, später recht angenehm |
||
|
Mittwoch 23. September
133.3Meilen - 213.3km Wir holen im sehr kleinen Frühstsücksraum ein paar Häppchen und essen alles im Zimmer, um uns danach wieder bei Tims Horton satt zu essen. Jetzt sind wir gerüstet für den neuen Tag. Bei nebligem Wetter fahren wir erst zum Glacier N.P. Leider ist das Visitor Center auf dem Rogers Pass (1382 m ü. M.) wegen Umbau geschlossen. Da nun die Sonne scheint, ge-niessen wir halt draussen die fantastische Bergwelt mit den zahlreichen schneebedeckten Gipfeln, welche ganz heimelige Namen wie Swiss Glacier oder Mt. Swiss tragen. Auf unserem weiteren Weg nach Revelstoke machen wir zwei kürzere Spaziergänge. Der erste führt uns über Planken durch eine Art Regenwald. Hier können wir Eichhörnchen beobachten, wie sie Futter für den Winter beiseite schaffen. Der zweite Trail führt uns auf Planken durch ein Sumpfgebiet mit verschiedenen Pflanzen und Vögeln. Da unser Nationalpark-Pass bis um 16.00 Uhr gültig ist, fahren wir in Revelstoke gleich zum Mt. Revelstoke N.P. hoch. Wie meistens, bekommen wir beim Eingang nützliches Infomaterial mit Karten. Nach verschiedenen Stopps, bei welchen wir neben der grossartigen Aussicht auf die Umgebung und auch noch ein Murmeli sehen, erreichen wir nach 26 km den Parkplatz. Wir würden gerne nach oben auf den Berg fahren, der Shuttlebus lässt jedoch auf sich warten und ausserdem haben noch etliche andere den gleichen Plan. Nach einer halben Stunde machen wir es uns beim Picknick am Balsam Lake gemütlich. Bei der Rückfahrt ins Tal beguckt uns das Murmeli in der steinigen Wand von oben nochmals ganz kurz. Relativ früh kommen wir in Revelstock an und checken im reservierten Swiss Chalet Motel ($ 108.10 inkl. “Swiss“-Rabatt) ein. Kurze "Stadterkundung", einkaufen und relaxen - später begeben wir uns fürs Nachtessen zum Village Idiot Brand Grill. Wetter: Was soll man da sagen? Wenn Engel reisen!!! Von Golden (nicht Goldau) bis unterhalb des Rogers Pass hatte es etwas Nebel, danach Sonne pur und sehr angenehme Temperaturen! Einfach super! |
||
|
Revelstoke – 1 – Kamloops 145.6Meilen - 233km Für heute ist Ausschlafen angesagt. Etwas später als üblich starten wir zum Frühstück, diesmal im Motel, reichhaltig und gut. Das Motel kann also bestens empfohlen werden. Die Tankstelle ist gleich um die Ecke und bei Tim Hortons decken wir uns noch mit Kaffee und Bagels ein, damit wir unterwegs etwas zum kauen haben. Es ist schon 10 Uhr. Der Startschuss zur heutigen Etappe fällt um 10 Uhr. Bei herlichem Wetter gehts durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit spiegelglatten Seen und friedlichen Flüssen. Die Fotostopps kommen nicht zu kurz, einen längeren Aufenthalt legen wir in Salmon Arm ein. Es gibt da ein kleines "Dorfseeli" mit Springbrunnen, Enten, Kanadagänsen. Wir verzehren unser Lunch-Proviant aan der Promenade, notabene an einem idealen Tisch. Das Wetter ist wunschgemäss, schön warm für diese Jahreszeit. Es herrscht so richtig Ferien- und Erholungsstimmung. Sogar die Seelen baumeln. Am frühen Nachmittag treffen wir im Super 8 Motel (reserviert, $ 114.86, AAA) in Kamloops (ca. 93000 Einw.) ein. Wir nehmens gemütlich, relaxen und rekognoszieren per Internet die kommenden Tage. Der Besuch von Vancouver sollte schon ein bisschen vorbereitet sein. Am späteren Nachmittag müssen nochmals Getränke eingekauft werden und zum wohl letzten mal auf dieser Reise können wir uns im Boston Pizza verpflegen. Zur Feier des Tages wählen Hunzikers nochmals Fettucini Jambalaya!! mmmh Wetter: Schön und relativ warm |
||
|
Freitag, 25. September Kamloops – 1/97 – Cache Creek – 97 – 99 – 1 – North Vancouver 257.2Meilen - 411.5km Frühstück gibts im Motel, Tagesverpflegung wird im Tim Hortons besorgt, dann Abfahrt gegen Westen. In Cache Creek Benzinhalt und den anschliessenden Streckenteil kennen wir doch! Auf dem 97er nordwärts sind wir vor vor 22 Tagen voller Erwartung schon mal gefahren. Diesmal müssen wir leider nach wenigen Kilometern auf den 99er abzweigen, dem unweigerlichen Ende unserer Kanada-Wochen können wir nicht entfliehen. Die nachfolgende Strecke bietet nochmals fantastische Landschaftsbilder, das Wetter könnte nicht idealer sein. Kurvenreich gehts weiter, die Aussichten auf abgelegene Täler, Seen und Flüsse sind einzigartig. Beim Zwischenhalt in Lillooet vertreten wir die Beine, lunchen und beobachten in Fluss und Bächen die Lachse. Eindrücke, die man nicht so schnell vergisst. Auch diese Fische sind am Ende ihrer Reise, nicht alle werden ihr Ziel noch lebend erreichen. Jemand sichtet sogar noch einen Bären auf Beutesuche. Bis Whistler geniessen wir nochmals Natur pur ohne Ende, die Strecke wird auch "Sea to Sky Highway" genannt, nicht zu Unrecht. Whistler und die ganze Region ist heftig im Baufieber, in fünf Monaten soll hier die Winter-Olympiade 2010 durchgeführt werden. Da wir noch ein gutes Wegstück vor uns haben, fahren wir auf dem direkten Weg durch die zahlreichen Baustellen weiter. Der Verkehr nimmt merklich zu und alles wird hektisch. Am Stadtrand von Vancouver erwischen wir die falsche Strasse, (das werden wir der Vermietungs-Dame natürlich nicht beichten). Trotz Improvisieren erreichen wir problemlos unser reserviertes Motel Comfort Inn ($ 225.64 für 2 Nächte) in North Vancouver. Nach den über 400 Sitz-Kilometern lassen wir das Auto in der Millionenstadt beim Motel stehen und verdienen unser Nachtessen mit einem knapp halbstündigen Fussmarsch. Entgegen unsern Vermutungen ist sogar ein Boston Pizza Restaurant erreichbar, keine Frage, dass wir hier nochmals zuschlagen. Wetter: Schön und angenehm warm |
||
|
Samstag, 26. September Vancouver per Bus und Schiff Frühstück im Motel, um halb zehn begeben wir uns zu Fuss zur Bushaltestelle, dauert ca. 5 Minuten. Bus 240 bringt uns zur Haltestelle 15th. St./Lonsdale. Von hier spazieren wir gemütlich die Lonsdale Av. hinunter zum Hafen. Wir haben eine gute Aussicht auf die Sklyline und den Hafen, in welchem verschiedene Tanker ankern. Mit dem Sea Bus setzen wir über nach Vancouver. Beim Canada Place erstehen wir Tickets für die Trolleyfahrt. Mit der "roten" Linie erreichen wir den berühmten Stanley Park. Wir verbringen die Zeit beim spazieren, Bus fahren von einem Punkt zum andern. Unterwegs gibt es so viel zu sehen und bestaunen. Blumenpracht in allen Farben, Tiere, Touristen von überall, Skater, Velofahrer, usw. Es herrscht richtig viel Betrieb.Bei den Totem Poles ruhen wir bei einem Snack aus. Es folgt ein Rundgang. Vom Ufer aus beobachten wir die riesigen Frachtschiffe, die im Hafen von Vancouver manöverieren, kommen und gehen, ein-, um- und ausladen. Per Bus kehren wir zum Canada Place zurück und haben noch Zeit, auch die "blaue" Rundfahrt noch zu absolvieren. Bei offenen Fenstern werden wir in den Holzwagen ziemlich durchgeschüttelt, werden mit vielen interessanten Infos eingedeckt und bekommen eine Ahnung von dieser sehenswerten Grossstadt. An der Waterfront steigen wir aus. Den Shops in Gastown statten wir ein paar Besuche ab und schlussendlich gibts noch das Dinner in der Old Spaghetti Factory. Das Restaurant gefällt uns ausgezeichnet, gutes Essen, riesige Portionen und moderate Preise!! Ein würdiger Abschluss unserer Kandareise! Es ist inzwischen schon recht dunkel geworden. mit demöffentlichen Bus gehts über die Lions Gate Bridge zurück nach North Vancouver zum Motel. In Hunzikers Badezimmer tropft Wasser von der Decke!?! Marianne meldet die Sache an der Rezeption. Der Angestellte ist nicht gross erstaunt und gibt ihr gleich die Schlüssel für ein anderes Zimmer. Dieses st ellt sich dann als Suite heraus! Die Nachtruhe lässt nicht lange auf sich warten, die vielen Eindrücke und Fussmärsche sorgen für eine gesunde Müdigkeit. Wetter: Am Morgen an den Hügeln über der Stadt etwas Wolken, sonst schön, aber recht starker Wind, vor allem im Stanley Park |
||
|
Sonntag, 27. September North Vancouver – 1 – 13 – Lynden (USA) – 546 – Sumas – 547 – Kendall – 542 – Mt. Baker Wilderness Area – 542 – Kendall – 9 – Arlington – 530 – 5 – 405 – Auburn 257.7Meilen - 412.3km Frühstück gibts im Motel, Benzin fassen und Proviant für den Tag holen wir zum letzten mal im Tim Hortons. Nach 10 Uhr starten wir südwärts. Die Grenze in Lynden passieren wir problemlos, der sehr freundliche Officer hat kaum Fragen an uns. Über Sumas und Kendall fahren wir zur Mt. Baker Wilderness Area. Um zu den Wasserfällen und ans Ende der Stichstrasse zu gelangen, müssten wir Eintritt bezahlen, was es uns aufgrund der bereits wieder fortgeschrittenen Zeit nicht wert ist. So kehren wir um und fahren wieder zurück nach Kendall, wobei wir im schönen Örtchen Glacier einen kurzen Halt einlegen. Auf der kurvigen, hügeligen, von vielen Bikern und Sonntagsfahrern frequentierten Strasse 9 fahren wir gegen Süden. In Arlington biegen wir gegen Westen ab und gelangen schliesslich über die Hwy 5 und 405 nach Auburn. Um 16.25 Uhr fahren wir beim reservierten Travelodge vor. Das mexikanische Restaurant Las Margaritas befindet sich gleich in der Nähe. Nach dem Fussmarsch geniessen wir zur Feier des (runden Geburts-) Tages von Alois ein vortreffliches mexikanisches Essen inklusive fantastischen Margaritas! Somit wären unsere Kanada Wochen abgeschlossen, was uns trotz all der positiven Erinnerungen etwas wehmütig macht. Wetter: Einmal mehr Sonne pur!! Am Morgen ca. 15 Grad, am Nachmittag steigt das Quecksilber auf über 20 Grad. Immer ein leichter Wind Ausklang
|
||
|
Montag, 28. September - Donnerstag, 1. Oktober Von Auburn aus unternehmen wir verschiedene Fahrten und Besuche bei Verwandten und Bekannten. Beim Flughafen können wir unsern etwas höher gelagerten Mietwagen, der für Kanada notwendig war, gegen einen normalen Minivan tauschen. Dieser bietet mehr Raum für Passagiere und Gepäck, was für die noch geplanten Strecken von Vorteil ist. Das zwischenzeitlich bei Dick gelagerte Material können wir auch wieder mitnehmen. Die Tage vergehen einmal mehr im Fluge und jede Minute ist ausgefüllt mit Besuchen, Essen, Besichtigungen, Plaudern, Erzählen, usw. Eine Einladung folgt der anderen. Man führt uns in originelle Restaurants, es werden Geburtstage gefeiert und Erinnerungen ausgetauscht. Den letzten Tag verbringen wir allein in Seattle, irgendwie finden wir sogar einen Parkplatz, schlendern durch den berühmten Pike Place Market, erfreuen uns an den "fliegenden" Fischen und ergeben uns beim Pier 57 in der Sourdough Bakery einem ungewohnten, aber ausgezeichnet schmeckenden Lunch. (Clam Chowder in einer Sourdough Bread Bowl, Potato Soup mit einem Stück Brot oder Potato Soup in einer Sourdough Bread Bowl gehören zur Standard Speisekarte). Nachmittags folgt die Rückfahrt nach Süden, der anschliessende kurze Überraschungsbesuch bei Sepp und Laurie verläuft ebenfalls zur Freude aller Beteiligten. |
||
|
Freitag, 2. Oktober Auburn – 18 – 5 – Fife – 99 – 18 – 90 – 82 – 84 – Boise (ID) 521.4Meilen - 834.2km Nach dem Auschecken fahren wir um 8.15 Uhr nach Fife, im Mitzels Restaurant verbringen wir die letzten Stunden beim Breakfast mit unsern Gastgebern von Tacoma und Umgebung. Um 10 Uhr verabschieden wir uns von unseren lieben Freunden und machen uns auf den Weg nach Boise im Kartoffel-Staat Idaho. Bis auf einen Baustellen-Stau geht alles reibungslos und kurz von halb acht treffen wir am Etappenort ein. Unser erstes Ziel ist das Applebee's, unsere Mägen knurren bereits wieder. Im Super 8 Motel gegenüber checken wir für die Nacht ein. Wetter: Zu Beginn etwas Regen, danach immer sonniger |
||
|
Samstag, 3. Oktober Boise – 84 – Tremonton (UT) – 84/15 – Ogden – 15 – Las Vegas South Point (NV) 786.2Meilen - 1257.9km Ferien hin oder her, heute gibts ungewöhnlich frühe Tagwache, es stehen ja Hunderte von Fahrmeilen auf dem Programm. Marianne nimmt noch Umbuchungen für Las Vegas vor, dank Internet Infos und immer neuen Aktions-Angeboten sparen wir immer wieder beträchtliche Übernachtungs Summen ein. So auch diesmal, an Stelle von $67 für eine Nacht gibts ein Angebot für $37! Kurz vor halb acht verlassen wir bei Sonnenaufgang und rotem Himmel Boise und nehmen Kurs Richtung Nevada. Gut, dass Marianne und Beat abwechselnd fahren, die Strecke hat es längenmässig in sich. Wir wählen diesmal die längere Variante durch Utah anstatt quer durch Nevada. Trotz grösserer Distanz kommen wir in kürzerer Zeit ans Ziel, die Autobahn erlaubt zügiges Fahren. Wir kommen recht gut voran. Der Verkehr durch Salt Lake City ist recht dicht, und die verschiedenen Baustellen verlangen Beats vollste Konzentration. In Lehi südlich von Salt Lake City (Utah) verbinden wir den Tankstopp mit einem kurzen Lunch im Del Taco. Nach einem weiteren kurzen Halt in Mesquite fahren wir bei zum Teil sehr starkem Wind Richtung Vegas. In North Las Vegas stellen wir fest, dass der starke Wind unseren Spritverbrauch stark erhöht hat. So tanken wir bei der Speedway-Ausfahrt ein paar Gallonen nach. Weiter gehts auf dem 15er. Bereits beim Exit 52 biegen wir auf den 215er gegen Westen ab. Auf dieser Umfahrungsautobahn, zum Teil ist sie noch nicht fertig gestellt, fahren wir direkt zum Red Rock Casino. Da haben Fahrer und Beifahrer das Dinner-Buffet hoch verdient und wir geniessen es ausgiebig. Anschliessend nehmen wir den kürzesten Weg zum South Point Casino und beziehen unsere Zimmer. Wetter: In Boise recht kühl, zum Teil hat es sogar leichten Frost. Es wird dann immer wärmer und sonniger. Im Lauf des Tages kommt zum Teil recht starker Wind auf. |
||
|
Sonntag, 4. Oktober - Sonntag, 11. Oktober Las Vegas ca 226Meilen - ca 350km Das Wetterpalette reicht von kühl bis heiss. Wir erleben eine kurzweilige Woche. Gelegentlich wechseln wir unsere Übernachtungs-Casinos, es locken da und dort unglaubliche Tiefpreise und Discount-Arrangements, mit gratis Nächten oder Buffets inbegriffen. Wir haben die Qual der Wahl. Tagsüber nutzen wir die jeweiligen Poolanlagen, suchen diverse Buffets auf, gehen auf Shopping Tour, nehmen an kleinen Tournaments teil und freuen uns wie Kinder über einen Gewinn, der natürlich wieder eingesetzt wird. Marianne und Beat vergnügen sich gerne bei den häufigen NFLt-Übertragungen in den Casinos. Riesige Leinwände bringen das Geschehen ganz nah und es kann über alles Mögliche und Unmögliche gewettet werden. Da herrscht vielleicht ein Betrieb. Alles in allem geht die Zeit wie im Flug vorbei und wir müssen uns an den Gedanken der Rückreise gewöhnen. |
||
|
Montag, 12. Oktober Las Vegas – 15 – Barstow (CA) – 15 – 210 – 134 – 101 – 405 - Los Angeles Autoabgabe ~ 294.4 M 471.0 km Um 6.30 Uhr meldet sich im Orleans der Wecker. Nach dem Duschen und fertig packen bringen wir um 7.45 Uhr die ersten Koffer zum Auto. Das Checkout erledigen wir per TV vom Zimmer aus. Um 8.10 Uhr fahren wir zum Zmorge ins South Point (2 für 1!). Es bleibt sogar noch genügend Zeit, um ein letztes kurzes Game zu machen. Kurz vor 10 Uhr sind wir endgültig startklar. Nach einer problemlosen Fahrt erwischen wir bei der Ausfahrt in Barstow prompt die falsche Spur. Aber auch dieses Missgeschick meistern wir mit Bravour (wenden über eine Seitenstrasse). Da vertreten wir uns beim alten Bahnhof die Füsse und suchen die Toiletten auf. Auf dem weiteren Verlauf unserer Fahrt nach LA geraten wir in den San Bernardino Mountains in verschiedene Nebelbänke. Ein heftiger Wind ist sogar im Auto zu spüren. Trotz intensivem Verkehr erreichen wir bereits um 14.30 Uhr die Alamo Station. Innert Minuten ist die Auto Rückgabe abgewickelt. Wir machen uns etwas frisch (inkl. Tenuewechsel), dann gehts per Shuttle zum Flughafen. Die Lufthansa-Schalter sind bereits offen, und wir können einchecken. Wir setzen uns im oberen Stock kurz hin und trinken die letzten Fläschli leer, was Marta nicht hindert, in ihrer Reisetasche noch ein solches zu übersehen. Die nachfolgende Sicherheitskontrolle bringt es dann an den Tag und der Beamte ist wenig erfreut. (Marianne auch nicht) Das Mineral-Fläschli verschwindet, die Tasche wird irgend wohin entführt und erscheint irgendwann wieder auf dem Rollband zum nochmaligen Scannen. Die Zeit bis zum planmässigen Abflug um 20.45 verbringen wir in der Lounge. Wie üblich werden dann unsere Tickets vor dem Betreten des Flugzeugs gescannt, aber dann werden wir gleich hinter der Türe von einer zusätzlichen Passkontrolle überrascht! Kurz nachdem wir es uns auf unseren Plätzen gemütlich gemacht haben, informiert uns der Captain über eine Abflugverzögerung von ca. 30 Minuten. Gleichzeitig erklärt er, dass sehr gute Windverhältnisse herrschen würden und wir gemäss Plan in München eintreffen werden. Derweil lassen wir es uns gut gehen. Wir erleben einen sehr schönen Start mit einer trotz leichten Wolken guten Sicht auf Los Angeles. Später können wir auch einen kurzen Blick auf Las Vegas erhaschen. |
||
|
Dienstag, 13. Oktober Nach einem recht angenehmen Flug, auf welchem wir einmal mehr sehr verwöhnt werden, landen wir pünktlich um 17.35 Uhr im regnerischen München. Auf dem Weg zu unserem Abfluggate müssen wir erneut eine Pass- und Sicherheitskontrolle passieren. Bei dieser Gelegenheit werden wir unsere Mineralwasserflaschen aus dem vorherigen Flug gleich wieder los!?! Es bleibt noch Zeit, um der Lounge einen kurzen Besuch abzustatten. Um ca. 18.50 Uhr begeben wir uns zum Gate. Mit einem Bus werden wir zu einer Embraer 195 auf das Rollfeld geführt. Nachdem wir unsere Plätze eingenommen haben, erfahren wir vom Captain, dass es Verzögerung gäbe. Zwei Gepäckstücke, die keinen Passagieren zugeordnet werden können, müssen wieder ausgeladen werden. Als Trösterli für die Warterei gibts zuerst zwei Pralinee und kurz darauf sogar noch eine kleine Tafel Schoggi! Statt um 19.15 Uhr verlassen wir München schliesslich um 20.00 Uhr und landen in Zürich um 20.30 Uhr mit nur noch 20 Minuten Verspätung. Ab Flughafen bringt uns die Bahn nach Goldau, wo wir von Geri im Empfang genommen und schliesslich an unsere Wohnorte chauffiert werden. Eine weitere wunderschöne Reise ist leider zu Ende! |
||
|
|
||
|
|